bruckert Administrator
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.04.2006 Beiträge: 29 Wohnort: Böhl-Iggelheim
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Verfasst am: 24.05.2006, 09:22 Titel: Presseberichte Handballabteilung |
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40 Jahre Handball ohne Grenzen
BÖHL-IGGELHEIM: TSV empfängt Sportler aus Partnergemeinde Wahagnies
Vier Tage lang, vom morgigen Donnerstag bis zum Sonntag, feiert der Böhl-Iggelheimer Sportverein TSV mit Gästen aus der Partnergemeinde Wahagnies die mittlerweile 40-jährige deutsch-französische Freundschaft mit dem dortigen Sportclub „CLOS". Unter anderem mit zwei Handballturnieren wird die Partnerschaft der Vereine, die gleichsam als Wegbereiterin für diejenige der beiden Gemeinden gelten kann, gefeiert.
Die rund 65 Gäste, darunter viele Jugendsportler, werden morgen gegen 14 Uhr in Böhl-Iggelheim eintreffen, vom TSV-Vorsitzenden Bernd Johann begrüßt werden und den Nachmittag und Abend bei ihren Gastgeber-Familien verbringen. Am Freitag stehen eine Schifffahrt auf dem Rhein und eine Stadtführung durch Speyer auf dem Programm der französischen Gäste, ehe am Abend ab 20 Uhr bei einem großen Festabend in der TSV-Halle die vier Jahrzehnte währende Vereinsfreundschaft gewürdigt und weiter gefestigt werden soll. Am Samstag findet ab 10 Uhr in der Wahagnies-Halle ein C-Jugend-Turnier mit den Handball-Mannschaften von CLOS Wahagnies, der TG Waldsee, dem TuS Neuhofen und dem TSV statt. Ab 14.15 Uhr folgt ein Aktiven-Turnier mit CLOS, TSV, TSV Speyer und TuS Neuhofen. Beide Jubiläumsturniere sind öffentlich.
Mit einem gemeinsamen Brunch am Sonntag um 10.30 Uhr im Foyer der Wahagnies-Halle empfängt und verabschiedet zugleich Bürgermeister Reinhard Roos im Namen der Gemeinde die französischen Gäste. Schon eine Woche später, über die Pfingstfeiertage, wird dann in der nordfranzösischen Partnergemeinde die inzwischen 15 Jahre alte „Jumelage" zwischen den beiden Gemeinden gefeiert.
Erste Kontakte zu den Sportlern aus der 3500 Einwohner zählenden Gemeinde bei Lille hatte der damalige Zweite Vorsitzende des TSV Iggelheim, Arthur Kretner, bereits 1966 geknüpft, als er auf eine Anzeige in einer Handballzeitung hin die Jugendmannschaft von CLOS Wahagnies nach Iggelheim einlud. Die erste Abordnung aus Wahagnies bestand aus 25 Personen, darunter die sechsköpfige Handballer-Familie Salinque als Vorhut und dem Rest der Mannschaft mit dem Vorsitzenden Jules Martin im Gefolge.
Der Gegenbesuch erfolgte im Mai 1967, wobei die AH-Handballer des TSV das dortige internationale Handballturnier nach Siegen gegen Brüssel, Lille, Bernissart und Wahagnies gewannen. Neben Arthur Kretner erwarb sich auch Franz Deobald, der die gegenseitigen Besuche von Jugendmannschaften organisierte, große Verdienste um die Vereinsfreundschaft.
1971 trat die AH-Mannschaft die zweite Reise nach Wahagnies an. Mit im Gepäck: einen fünf Zentner schweren, von Tony Blankenmeister und Emil Lützel gestalteten und von Emil Brill gefertigten Gedenkstein, den man dann heimlich während der Nacht in der Ortsmitte von Wahagnies einbetonierte, um ihn am nächsten Tag bei Festreden und dem Abspielen der Nationalhymnen feierlich zu enthüllen.
Die von den Bürgermeistern Georg Schmitt und Reinhard Roos und den französischen Bürgermeistern Andre Laurent, Jean-Marie Ruant und Pascal Dujardin geförderte, nunmehr 40-jährige Vereinsfreundschaft, die vor 15 Jahren in eine offizielle Gemeinde-Partnerschaft mündete, wurde auch durch familiäre Bande, wie die Heirat von Albert Salinque mit Elvira Deobald und Norbert Stuhlfauth mit Claudine Leroy gefestigt. (rkö)
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